Hacke

Die Hacke ist eines der ältesten und vielseitigsten Gartengeräte überhaupt. Sie besteht aus einem langen Stiel und einem quer befestigten Metallblatt und wird hauptsächlich im Garten- und Ackerbau eingesetzt. Mit ihr lassen sich Erde bearbeiten, Unkraut entfernen und Pflanzenreihen anlegen.

Wie funktioniert eine Hacke?

Das Prinzip der Hacke basiert auf einer einfachen Hebel- und Zugbewegung. Du führst das Metallblatt mit einem schwingenden Zug durch den Boden, wodurch die obere Erdschicht aufgebrochen, gelockert oder abgeschabt wird. Je nach Neigungswinkel des Blattes kannst du die Hacke zum Häufeln, Ritzen oder flachen Schaben nutzen. Die Kraft wird dabei über den langen Stiel übertragen, was gelenkschonendes Arbeiten im Stehen ermöglicht.

Typen und Bauformen

Es gibt zahlreiche Varianten der Hacke, die jeweils für bestimmte Aufgaben optimiert sind:

  • Grubber-Hacke: Hat mehrere Zinken und eignet sich besonders gut zum tiefen Lockern des Bodens.
  • Flachhacke: Verfügt über ein breites, flaches Blatt und ist ideal zum Unkrautjäten direkt unter der Bodenoberfläche.
  • Ziehhacke: Klassische Form mit breitem Blatt, das beim Ziehen durch die Erde Unkraut abschneidet und Erde aufwirft.
  • Pendelhacke (Schwinghammer): Das Blatt ist beweglich gelagert und schneidet in beide Bewegungsrichtungen – besonders effizient bei der Unkrautbeseitigung.
  • Häufelhacke: V-förmiges Blatt, das speziell zum Häufeln von Kartoffeln oder anderen Reihengemüsen verwendet wird.
  • Unkrauthacke mit Stichblatt: Schmales, spitzes Blatt zum gezielten Ausstechen einzelner Unkrautpflanzen.

Einsatzbereiche

Die Hacke ist aus keinem Garten wegzudenken. Du setzt sie ein beim:

  • Lockern von verdichteter Erde nach Regenperioden
  • Entfernen von Unkraut zwischen Gemüsereihen
  • Anlegen von Saatrillen für Aussaaten
  • Häufeln von Kartoffeln, Mais oder Lauch
  • Einarbeiten von Dünger oder Kompost in die obere Bodenschicht
  • Begradigen von Beeten und Wegen im Kleinformat

Auch im landwirtschaftlichen Bereich wird die Hacke – dort oft als Motorhacke in größerer Ausführung – zur Bodenbearbeitung auf Äckern genutzt.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Beim Kauf einer Hacke lohnt es sich, auf folgende Merkmale zu achten:

  • Stiellänge: Der Stiel sollte deiner Körpergröße angepasst sein, um Rückenschmerzen zu vermeiden – ideal sind etwa 130–150 cm.
  • Stielmaterial: Holzstiele (z. B. Eschenholz) sind robust und greifen sich angenehm an; Aluminium- oder Glasfaserstiele sind leichter und witterungsbeständiger.
  • Blattqualität: Gehärteter Stahl oder Edelstahl sorgen für lange Haltbarkeit und leichte Reinigung.
  • Verbindung Blatt–Stiel: Eine stabile Steckverbindung oder Schmiedenaht verhindert Wackeln und Bruch.
  • Gewicht: Leichtere Modelle ermüden weniger, sind aber oft weniger stabil – eine gute Balance ist entscheidend.

Für die meisten Hobbygärtner ist eine gute Ziehhacke mit Holzstiel eine solide Allroundlösung, die viele Aufgaben im Garten zuverlässig erfüllt.

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