Die Bohrmaschine ist das meistgenutzte Elektrowerkzeug überhaupt und gehört in jeden Werkzeugkasten. Sie treibt einen Bohrer rotierend an und ermöglicht damit das Bohren von Löchern in Holz, Metall, Kunststoff und mit dem passenden Bohrer auch in Mauerwerk. Von der einfachen Heimwerker-Aufgabe bis zur professionellen Montage ist sie das Grundwerkzeug für nahezu jedes Projekt.
Inhaltsverzeichnis
Wie funktioniert eine Bohrmaschine?
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Ein Elektromotor versetzt die Bohrspindel in Rotation, in der ein Bohrfutter den Bohrer einspannt. Über einen Getriebemechanismus lässt sich bei den meisten Modellen die Drehzahl regulieren – niedrige Drehzahlen für harte Materialien und große Durchmesser, hohe Drehzahlen für weiche Materialien und kleine Bohrer. Der Bohrer selbst trägt durch seine spiralförmige Schneidgeometrie das Material ab und transportiert die Späne über die Wendel nach außen.
Typen und Bauformen
- Akku-Bohrschrauber: Kabellos, kompakt, meist mit integrierter Schraubfunktion – der Alltagsbegleiter für die meisten Heimwerkeraufgaben.
- Netzbetriebene Bohrmaschine: Dauerhaft einsatzbereit ohne Akkuladung, oft mit höherer Dauerleistung für intensive Nutzung.
- Bohrschrauber mit zwei Gängen: Ermöglicht den Wechsel zwischen hoher Drehzahl (Bohren) und hohem Drehmoment (Schrauben).
- Tischbohrmaschine: Stationäres Gerät für besonders präzise, senkrechte Bohrungen in der Werkstatt.
Bohrmaschine, Schlagbohrmaschine oder Bohrhammer – was brauchst du?
Die klassische Bohrmaschine (bzw. der Akku-Bohrschrauber) eignet sich für Holz, Metall und Kunststoff. Für Mauerwerk und Beton brauchst du dagegen zusätzliche Schlagfunktion: Die Schlagbohrmaschine überlagert die Drehbewegung mit einer axialen Schlagbewegung für leichtere Mauerwerksarbeiten. Für massives Beton- oder Steinbohren sowie zum Stemmen ist der Bohrhammer mit seinem pneumatischen Schlagwerk die deutlich leistungsfähigere Wahl.
Einsatzbereiche
- Möbelmontage und allgemeine Heimwerkerarbeiten
- Löcher für Dübel, Schrauben und Befestigungen
- Metallbearbeitung in der Werkstatt
- Renovierungs- und Umbauarbeiten
- Mit Zusatzaufsätzen: Rühren, Schleifen, Polieren
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Leistung: Für den Heimgebrauch reichen meist 500-800 Watt bzw. entsprechende Akkuleistung, für intensive Nutzung mehr.
- Drehzahlregulierung: Eine stufenlose Regelung erleichtert die Anpassung an unterschiedliche Materialien erheblich.
- Bohrfutter-Spannbereich: Der gängige Bereich von 1,5-13 mm deckt die meisten Bohrer ab.
- Akku oder Kabel: Akkugeräte bieten Flexibilität, kabelgebundene Modelle konstante Leistung ohne Ladepausen.
- Zusatzhandgriff: Erhöht die Kontrolle, besonders bei größeren Bohrern oder harten Materialien.
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Pflege und Wartung
- Reinigen: Staub und Späne regelmäßig aus Lüftungsschlitzen und Bohrfutter entfernen
- Akku pflegen: Nicht vollständig entladen lagern, trocken und bei moderater Temperatur aufbewahren
- Bohrfutter prüfen: Auf festen, mittigen Sitz des Bohrers achten, um Rundlauf und Genauigkeit zu erhalten
- Kohlebürsten kontrollieren: Bei netzbetriebenen Modellen mit Bürstenmotor gelegentlich auf Verschleiß prüfen
Häufig gestellte Fragen zur Bohrmaschine
Welche Bohrmaschine brauche ich für den Heimgebrauch?
Ein Akku-Bohrschrauber mit 500-800 Watt Leistungsäquivalent deckt die meisten Heimwerkeraufgaben ab, inklusive Schraubfunktion für Montagearbeiten.
Kann ich mit einer normalen Bohrmaschine auch in Beton bohren?
Nur eingeschränkt und mit Spezialbohrern. Für Mauerwerk und Beton ist eine Schlagbohrmaschine oder ein Bohrhammer deutlich besser geeignet.
Akku oder Kabel – was ist besser?
Akkugeräte bieten mehr Flexibilität und sind für die meisten Heimwerkeraufgaben ausreichend. Kabelgebundene Modelle liefern konstante Leistung ohne Ladepausen für Dauereinsatz.
Welchen Bohrfutter-Spannbereich sollte ich wählen?
Ein Spannbereich von 1,5 bis 13 mm deckt die gängigsten Bohrergrößen für Heimwerker- und viele Profiaufgaben ab.
Wofür brauche ich den Zusatzhandgriff?
Er verbessert die Kontrolle und Stabilität, besonders bei großen Bohrern oder harten Materialien, und reduziert das Verletzungsrisiko durch ein plötzliches Verkanten.