Zangen gehören zu den unverzichtbarsten Werkzeugen in jeder Werkstatt. Ob Greifen, Schneiden, Biegen oder Halten – für jede Aufgabe gibt es die passende Zange. Doch die Auswahl ist riesig: Kombizange, Spitzzange, Wasserpumpenzange, Rohrzange, Spannzange, Seitenschneider, Kneifzange – welche brauchst du wirklich? Dieser Überblick stellt dir 17 Zangenarten vor, ordnet sie nach Aufgabe und verlinkt zu jeder eine ausführliche Beschreibung im Werkzeug-Wiki. Am Ende weißt du, welche fünf du wirklich brauchst – und welche zwölf du dir sparen kannst, bis eine bestimmte Arbeit ansteht.
Inhaltsverzeichnis
- Wie Zangenarten funktionieren: das Hebelprinzip
- Die 17 Zangenarten im Überblick
- Rohrzange oder Wasserpumpenzange? Der Unterschied
- Zangenarten im Set kaufen: welches lohnt sich?
- Zangenarten kaufen: worauf es wirklich ankommt
- Die fünf wichtigsten Zangenarten kaufen
- Alle Zangenarten richtig pflegen
- Fazit: diese fünf Zangenarten reichen
- Häufige Fragen zu Zangenarten
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Wie Zangenarten funktionieren: das Hebelprinzip
Alle Zangen funktionieren nach dem gleichen Grundprinzip: dem Hebelprinzip. Durch das Zusammendrücken der Griffe wird am Zangenkopf eine deutlich größere Kraft erzeugt als du mit bloßer Hand aufbringen könntest. Je länger die Griffe im Verhältnis zum Zangenkopf, desto größer die übertragene Kraft.
Zangen bestehen aus drei Hauptteilen: den Griffen (meist mit rutschfesten Kunststoffüberzügen), dem Gelenk (verbindet die beiden Zangenhälften) und dem Zangenkopf mit Backen (der eigentliche Arbeitsbereich). Je nach Zangentyp sind die Backen glatt, geriffelt, spitz oder mit Schneiden ausgestattet.

Die 17 Zangenarten im Überblick
1. Kombizange – die Universalzange für jeden Werkzeugkasten
Die Kombizange ist die meistgenutzte Zange überhaupt und sollte in keinem Werkzeugkasten fehlen. Sie vereint gleich drei Funktionen in einem Werkzeug: Greifen durch gezahnte Backen, Biegen von Drähten und Blechen sowie Schneiden durch die integrierten Schneiden nahe dem Gelenk.
Ideal für: Allgemeine Montagearbeiten, Drähte greifen und schneiden, Nägel herausziehen, Kabelmaterial bearbeiten. Die Kombizange ist das erste Werkzeug das man kaufen sollte – vor jeder anderen Zange.
Kauftipp: Achte auf Chrom-Vanadium-Stahl und DIN-Prüfung. Knipex ist der weltweite Qualitätsstandard, aber auch günstigere Marken wie Gedore oder Bahco bieten gute Kombizangen.
2. Wasserpumpenzange (Rohrzange) – die verstellbare Allrounderin
Die Wasserpumpenzange hat ein verstellbares Gelenk: Die Backen lassen sich auf verschiedene Öffnungsweiten einstellen und bleiben dabei parallel. Damit greift sie Rohre, große Muttern und alles Unrunde, wofür kein Schlüssel passt. Sie ist nicht dasselbe wie eine Rohrzange – auch wenn beide Begriffe ständig verwechselt werden. Worin der Unterschied liegt, steht weiter unten in einem eigenen Abschnitt.
Ideal für: Sanitärarbeiten, Rohre drehen und festhalten, große Schrauben lösen, wenn kein passender Schlüssel vorhanden ist. Die Wasserpumpenzange ist das zweite Pflichtmitglied in jedem Werkzeugkasten.
Kauftipp: Achte auf eine feine Rasterung der Verstellung, damit sich auch Zwischengrößen exakt einstellen lassen, und auf ein Gelenk, das unter Last nicht durchrutscht. Das sind die beiden Punkte, an denen billige Wasserpumpenzangen auseinandergehen – nicht der Markenname.
3. Spitzzange – Präzision in engen Stellen
Die Spitzzange hat lange, schmale und spitz zulaufende Backen. Damit kommt sie in enge Stellen, wo andere Zangen nicht greifen können. Sie eignet sich hervorragend für feine, präzise Arbeiten.
Ideal für: Elektroarbeiten, Schmuck- und Feinmechanik, Drähte in engen Bereichen biegen und halten, Federn einsetzen, Kleinteile greifen. Viele Modelle haben zusätzlich eine Schneide nahe dem Gelenk.
4. Seitenschneider – saubere Schnitte an Drähten
Der Seitenschneider ist speziell zum Schneiden von Drähten, Kabeln und dünnen Metallstäben konzipiert. Die Schneiden sitzen seitlich an den Backen und ermöglichen saubere, präzise Schnitte direkt an der Oberfläche.
Ideal für: Elektroinstallationen, Kabelbinder abschneiden, Drähte kürzen, Litzen schneiden, Modellbau. Für Arbeiten unter Spannung unbedingt eine Version mit VDE-geprüfter Isolierung bis 1000V wählen.
5. Kneifzange – zum Herausziehen von Nägeln
Die Kneifzange hat flache, schlanke Backen mit scharfen Schneidflächen. Sie ist besonders zum Herausziehen von Nägeln und Klammern geeignet sowie zum Abkneifen von Drähten nahe an der Oberfläche.
Ideal für: Nägel und Stifte aus Holz ziehen, Drähte nah an der Oberfläche abschneiden, Klammern entfernen. Im Bereich des Holzwerken ist die Kneifzange besonders wertvoll.
6. Flachzange – gleichmäßiger Druck auf flachen Flächen
Die Flachzange hat breite, flache Backen die gleichmäßigen Druck auf flache Werkstücke ausüben. Sie eignet sich zum Biegen von Blechen und Drähten sowie zum Halten von flachen Werkstücken beim Löten oder Kleben.
7. Bolzenschneider – für harte Materialien
Der Bolzenschneider ist eine Hochleistungszange mit langen Griffen und gehärteten Schneiden. Er durchtrennt Metallstäbe, Schrauben, Drähte, Bolzen, Nägel und sogar Ketten. Im Vergleich zu Trennschleifern entstehen dabei keine Funken.
Ideal für: Baustahl schneiden, Ketten durchtrennen, dicke Drähte kappen, Schlösser entfernen. Für den normalen Heimwerker nur bei spezifischen Projekten nötig.
8. Gripzange – die selbstarretierende Zange
Die Gripzange – auch Feststell- oder Klemmzange, nach dem Markennamen oft „Vise-Grip“ genannt – kann durch einen Einstellmechanismus auf eine feste Öffnungsweite arretiert werden und hält Werkstücke selbstständig fest. So hast du beide Hände frei für andere Arbeiten.
Ideal für: Schweißarbeiten, Teile festhalten beim Kleben oder Schrauben, provisorische Klemme, Schrauben ohne Sechskant halten.
9. Abisolierzange – für Elektroarbeiten
Die Abisolierzange ist auf das Entfernen der Kunststoffummantelung von Elektroleitungen spezialisiert. Durch einstellbare Klingen schneidet sie die Isolierung sauber durch ohne den Leiter darunter zu beschädigen.
Ideal für: Alle Elektroinstallationen, Netzwerkkabel bearbeiten, Kabelreparaturen. Für jeden der regelmäßig elektrische Arbeiten durchführt ein Muss.
10. Spannzange – für Oberfräse, Dremel und Co.
Anders als die bisher genannten Handzangen ist die Spannzange kein Handwerkzeug zum Greifen, sondern ein Präzisionsbauteil, das Werkzeuge wie Fräser oder Bohrer in rotierenden Maschinen fixiert – etwa in der Oberfräse, dem Dremel-Multitool oder der Frässpindel. Die Übersicht der gängigen Spannzangen-Typen zeigt: Am weitesten verbreitet ist die ER-Spannzange (z. B. ER11, ER16, ER20), die je nach Baugröße unterschiedliche Schaftdurchmesser aufnimmt.
Ideal für: Oberfräsen und Kantenfräsen, Dremel- und Multitool-Aufsätze wechseln, CNC- und Fräsmaschinen im Hobbybereich. Wichtig beim Kauf: Der Spannzangen-Durchmesser muss exakt zum Schaft des Fräsers oder Bohrers passen – ein passendes Spannzangen-Set mit mehreren Durchmessern (meist 6, 8, 10 und 12 mm) deckt die gängigsten Werkzeugschäfte ab.
11. Rohrzange
Die Rohrzange – Wer Rohre dreht, statt sie nur zu halten, braucht dieses Werkzeug – und nicht die Wasserpumpenzange. Die Rohrzange greift mit gerändelten Backen in das Rundmaterial und zieht sich unter Last selbst fester: Je stärker du drehst, desto besser klemmt sie. Man unterscheidet die Schwede mit 90-Grad-Maul und die Eckrohrzange mit 45-Grad-Maul, die in Ecken und an Wänden besser ansetzt.
Ideal für: Rohre und Fittings drehen, festgerostete Verschraubungen lösen, Heizungs- und Sanitärarbeiten.
Kauftipp: Die Backen hinterlassen Abdrücke. An verchromten Sichtrohren deshalb nichts ohne Schutzbacken oder ein Tuch anfassen.
12. Rundzange
Die Rundzange – Zwei runde, spitz zulaufende Backen, mit denen sich Draht zu gleichmäßigen Ösen, Ringen und Spiralen biegen lässt. Sie greift nicht besonders gut – das ist auch nicht ihre Aufgabe.
Ideal für: Schmuckherstellung, Modellbau, Ösen an Draht und Federn, Elektronik.
Kauftipp: Je konischer die Backen, desto flexibler die Radien. Eine Rundzange mit Markierungen am Backen hilft, gleiche Ösen zu treffen.
13. Crimpzange
Die Crimpzange – Sie presst Kabelschuhe, Aderendhülsen und Steckverbinder mit definierter Kraft auf den Leiter. Anders als beim Löten entsteht eine kaltverschweißte, gültige Verbindung – im Elektrohandwerk ist Crimpen deshalb vorgeschrieben, wo gelötet früher üblich war.
Ideal für: Aderendhülsen setzen, Kabelschuhe montieren, KFZ-Elektrik, Netzwerkstecker.
Kauftipp: Entscheidend ist das Profil: Vierkant für Aderendhülsen, Trapez für isolierte Kabelschuhe. Eine Zange mit Zwangssperre lässt sich erst öffnen, wenn der Pressvorgang komplett ist.
14. Presszange
Die Presszange – Die große Schwester der Crimpzange, meist für Rohrverbindungen. Sie presst Fittings auf Mehrschichtverbundrohr oder Kupfer und stellt damit eine dichte Verbindung her, ohne zu löten.
Ideal für: Sanitär- und Heizungsinstallation, Pressfittings, Wasserleitungen.
Kauftipp: Die Pressbacken sind systemgebunden. Wer ein Rohrsystem wählt, legt sich damit auch auf die passenden Backen fest.
15. Lochzange
Die Lochzange – Sie stanzt runde Löcher in weiche Materialien. Der Revolverkopf trägt meist sechs verschiedene Durchmesser, die sich durchdrehen lassen.
Ideal für: Gürtel kürzen, Leder, Planen, Gummidichtungen, Riemen.
Kauftipp: Eine feste Unterlage aus Kunststoff unter dem Stanzloch schont die Schneide. Wer ohne arbeitet, macht die Zange nach ein paar Dutzend Löchern stumpf.
16. Storchnabelzange
Die Storchnabelzange – Ihre auffällig lange, geknickte Form – daher der Name – erlaubt es, tief in ein Gehäuse oder hinter ein Bauteil zu greifen, wo die Hand nicht hinkommt.
Ideal für: KFZ-Werkstatt, Motorraum, Maschinenwartung, Schläuche und Clips in der Tiefe.
Kauftipp: Die lange Bauform kostet Kraft: Was vorn greift, ist deutlich weniger als bei einer kurzen Zange gleicher Grifflänge.
17. Monierzange
Die Monierzange – auch Rödelzange genannt – ist das Werkzeug des Betonbauers: Mit ihr wird Bewehrungsstahl an den Kreuzungspunkten mit Rödeldraht zusammengebunden. Die kurzen, kräftigen Backen greifen den Draht, ein paar Drehungen aus dem Handgelenk verdrillen ihn, die Schneide kürzt das Ende ab. Drei Arbeitsschritte, ein Werkzeug.
Ideal für: Bewehrung binden, Betonarbeiten, Fundamente, Estrichmatten.
Kauftipp: Für den Heimwerker nur bei einem konkreten Betonprojekt sinnvoll. Wer einmal ein Fundament bewehrt, kommt auch mit Kombizange und etwas Geduld hin – ab dem zweiten Tag auf der Matte will man die Monierzange.
Rohrzange oder Wasserpumpenzange? Der Unterschied
Diese beiden werden häufiger verwechselt als alle anderen Zangenarten zusammen – im Baumarkt liegen sie oft sogar unter derselben Beschriftung. Umgangssprachlich meint „Rohrzange“ deshalb häufig eine Wasserpumpenzange. Technisch sind es zwei verschiedene Werkzeuge mit zwei verschiedenen Mechanismen.
| Wasserpumpenzange | Rohrzange | |
|---|---|---|
| Mechanismus | verstellbares Gelenk – du hältst den Druck selbst | selbstklemmend – zieht sich unter Last fester |
| Backen | bleiben parallel, fein gezahnt | gerändelt, greifen ins Material |
| Gemacht für | Halten und Greifen von allem Möglichen | Drehen von Rohren und Verschraubungen |
| Spuren | leichte Abdrücke | deutliche Kerben im Material |
| Bauformen | nach Gelenkart (Schiebe-, Durchsteck-, Kastengelenk) | Schwede (90°) und Eckrohrzange (45°) |
Praktisch heißt das: Für den Werkzeugkasten zu Hause ist die Wasserpumpenzange die richtige Wahl – sie kann mehr Verschiedenes. Die Rohrzange lohnt sich erst, wenn du tatsächlich Rohre drehst: eine festsitzende Verschraubung, ein Heizkörperventil, ein verzinktes Gewinderohr. Dann allerdings ersetzt sie keine andere Zange, weil die Selbstklemmung Kraft spart, die du sonst mit der Hand aufbringen müsstest.
Eine Einschränkung dazu: Hochwertige Wasserpumpenzangen wie die KNIPEX Cobra werben inzwischen ebenfalls mit einem „selbstklemmenden Effekt an Rohren und Muttern“. Gemeint ist damit die Backengeometrie, die ein Abrutschen verhindert – zugedrückt wird trotzdem mit der Hand. Die Selbsthemmung der echten Rohrzange arbeitet anders: Dort erzeugt der Hebelmechanismus den Klemmdruck von allein, sobald du drehst. Der Unterschied fällt genau dann auf, wenn eine Verschraubung richtig fest sitzt.
Zangenarten im Set kaufen: welches lohnt sich?
Wer sich neu ausstattet, greift meist besser zu einem Zangenset statt zum Einzelkauf. Die folgende Übersicht zeigt, welches Set für welchen Bedarf sinnvoll ist:
| Set-Typ | Enthält typischerweise | Ideal für | Preisklasse |
|---|---|---|---|
| Einsteiger-Set (3–4-teilig) | Kombizange, Seitenschneider, Spitzzange | Gelegentliche Heimwerkerarbeiten | Preiswert |
| Heimwerker-Set (5-teilig) | + Wasserpumpenzange, Kneifzange | Regelmäßige Projekte im Haushalt | Mittlere Preisklasse |
| Profi-Set (Knipex o. ä.) | Vollausstattung inkl. VDE-Isolierung | Elektriker, tägliche Nutzung, Profis | Hochpreisig, sehr langlebig |
| Spannzangen-Set | Mehrere Durchmesser (6–12 mm) | Oberfräse, Dremel, Fräsarbeiten | Preiswert bis mittel |
Für die meisten Heimwerker ist das 5-teilige Set der beste Kompromiss aus Preis und Funktionsumfang – es deckt die fünf wichtigsten Zangenarten ab und lässt sich bei Bedarf um Spezialzangen ergänzen.
Zangenarten kaufen: worauf es wirklich ankommt
Material: was der Stahl wirklich verrät
Die meisten guten Zangen bestehen aus Chrom-Vanadium-Stahl – er ist härter und korrosionsbeständiger als einfacher Werkzeugstahl. Ein fehlender Cr-V-Hinweis ist allerdings kein sicheres Warnsignal: Einige Hersteller verwenden eigene Legierungen und benennen sie anders. Aussagekräftiger als die Materialangabe ist, ob die Zange einer DIN- oder ISO-Norm entspricht – das ist eine geprüfte Aussage, kein Marketingbegriff.
Normen bei Zangenarten: DIN und VDE
Seriöse Zangen entsprechen der DIN-Norm – das garantiert Mindestqualität bei Material und Verarbeitung. Für Zangen die bei Elektroarbeiten unter Spannung eingesetzt werden, ist zusätzlich die VDE-Prüfung bis 1000V zwingend erforderlich.
Griffe: Ergonomie und Rutschsicherheit
Die Griffe sollten angenehm in der Hand liegen, rutschfest und fest mit dem Zangenkörper verbunden sein. Zweifarbige Kunststoffgriffe (2K-Griffe) sind besonders ergonomisch. Bei Elektrozangen muss die Griffisolierung unversehrt und VDE-geprüft sein.
Gelenk: Gleichmäßig und leichtgängig
Das Gelenk sollte gleichmäßig und leicht gleiten – weder zu locker noch zu schwergängig. Bei verstellbaren Zangen (Wasserpumpenzange) muss die Verstellung sicher einrasten und sich nicht selbst lösen. Qualitätsgelenke sind eingearbeitet oder durchgesteckt, was mehr Stabilität bietet als einfach aufgelegte Gelenke.
Welche Zangenarten braucht ein Heimwerker wirklich?
Für den gut ausgestatteten Heimwerker reichen diese fünf Zangen für 95% aller Aufgaben:
- Kombizange – absolute Pflicht, die Universalzange
- Wasserpumpenzange – für Rohre, große Muttern und alles Unrunde
- Spitzzange – für enge Stellen und Feinarbeiten
- Seitenschneider – für Drähte und Kabel
- Kneifzange – für Nägel und Klammern
Diese fünf Zangen sind oft in praktischen Zangensets erhältlich – das spart Geld gegenüber dem Einzelkauf und du bekommst meist gleich einen Koffer oder eine Tasche dazu.
Die fünf wichtigsten Zangenarten kaufen
Wer bei null anfängt, fährt mit einem Set günstiger als mit fünf Einzelkäufen. Wer schon eine Kombizange hat, ergänzt besser gezielt – und legt das gesparte Geld lieber in eine gute Zange als in vier mittelmäßige.
* Affiliate-Links. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen. Für dich entstehen keine Mehrkosten.
Ein Wort zum Preisunterschied: Zwischen einer 8-Euro-Kombizange und einer von Knipex liegt vor allem das Gelenk. Billige Zangen bekommen nach ein paar Jahren Spiel, die Backen treffen sich nicht mehr sauber, und dann greift und schneidet die Zange schlechter, als sie sollte. Bei der Kombizange und der Wasserpumpenzange lohnt sich Qualität deshalb am ehesten – das sind die beiden, die du am häufigsten in der Hand hast. Bei Spezialzangen, die dreimal im Jahr zum Einsatz kommen, reicht die Mittelklasse.
Alle Zangenarten richtig pflegen
Gute Zangen halten bei richtiger Pflege sehr lange. So pflegst du dein Zangenwerkzeug:
- Reinigen: Nach Gebrauch Schmutz, Öl und Metallspäne mit einem Tuch entfernen
- Ölen: Das Gelenk regelmäßig mit einem Tropfen Maschinenöl schmieren – verhindert Rost und hält die Zange leichtgängig
- Aufbewahren: Trocken lagern, am besten an einer Werkzeugwand oder im Werkzeugkoffer – nicht lose herumliegen lassen
- Schneiden schärfen: Stumpf gewordene Schneidezangen können vom Fachmann nachgeschliffen werden
- Griffe prüfen: Bei beschädigten Griffisolierungen (besonders bei VDE-Zangen) sofort austauschen oder austauschen lassen
Weitere Tipps zur Werkzeugpflege findest du bei der Stiftung Warentest.
Fazit: diese fünf Zangenarten reichen
Zangen sind vielseitige Alleskönner – aber nicht jede Zange kann alles. Mit einem guten Basissortiment aus Kombizange, Wasserpumpenzange, Spitzzange und Seitenschneider bist du für nahezu alle Heimwerkeraufgaben gerüstet. Wer bei Kombizange und Wasserpumpenzange zu einer Marke wie Knipex, Gedore, NWS oder Bahco greift, merkt den Unterschied am Gelenk und an den Schneiden – und zwar jedes Mal.
Starte mit einem Zangenset wenn du neu einrichtest – es ist günstiger als Einzelkauf und du bekommst sofort die wichtigsten Typen. Ergänze dann gezielt mit Spezialzangen wenn du spezifische Aufgaben regelmäßig durchführst.
Häufige Fragen zu Zangenarten
Welche Zange brauche ich als Heimwerker unbedingt?
Die wichtigsten Zangen für Heimwerker sind: Kombizange (Universalwerkzeug), Wasserpumpenzange (für Rohre und große Werkstücke), Spitzzange (für enge Stellen), Seitenschneider (für Drähte) und Kneifzange (für Nägel). Mit diesen fünf Zangen kannst du 95% aller Heimwerkeraufgaben erledigen. Am günstigsten kaufst du sie als Set.
Was ist der Unterschied zwischen Wasserpumpenzange und Rohrzange?
Umgangssprachlich werden beide Begriffe gleichgesetzt, technisch sind es zwei verschiedene Werkzeuge. Die Wasserpumpenzange hat ein verstellbares Gelenk und parallele Backen – du hältst den Druck selbst. Die Rohrzange arbeitet selbstklemmend: Ihre gerändelten Backen greifen in das Rohr und ziehen sich unter Last von allein fester, je stärker du drehst. Für den Werkzeugkasten zu Hause ist die Wasserpumpenzange die richtige Wahl, weil sie vielseitiger ist. Die Rohrzange brauchst du erst, wenn du Rohre tatsächlich drehen statt nur halten musst.
Was ist eine Spannzange und wofür wird sie gebraucht?
Eine Spannzange ist kein Handwerkzeug zum Greifen, sondern ein Präzisionsbauteil zum Einspannen von Fräsern, Bohrern oder anderen rotierenden Werkzeugen – etwa in der Oberfräse oder im Dremel-Multitool. Verbreitet sind ER-Spannzangen in verschiedenen Baugrößen. Wichtig ist, dass der Spannzangen-Durchmesser exakt zum Schaft des eingesetzten Werkzeugs passt.
Was ist der Unterschied zwischen Kombizange und Wasserpumpenzange?
Die Kombizange hat feste Backen und ist für allgemeine Arbeiten ausgelegt – Drähte greifen, biegen, schneiden. Die Wasserpumpenzange hat verstellbare Backen die sich an verschiedene Werkstückgrößen anpassen lassen – ideal für Rohre, große Schraubenmuttern und unregelmäßige Werkstücke. Beide ergänzen sich perfekt im Werkzeugkasten.
Welche Zangenmarke ist die beste?
Knipex aus Wuppertal gilt in Fachkreisen als Maßstab bei Zangen – die Werkzeuge werden in Deutschland gefertigt und sind entsprechend teuer. Gute Alternativen mit gutem Ruf sind Gedore, Bahco, NWS und Wiha. Für den Heimwerker, der eine Zange ein paar Mal im Jahr benutzt, ist der Aufpreis zur Premiummarke aber selten nötig.
Welche Zange brauche ich für Elektroarbeiten?
Für Elektroarbeiten unter Spannung benötigst du zwingend VDE-geprüfte Zangen mit Isolierung bis 1000V. Typisch im Elektriker-Set: Kombinationszange (VDE), Seitenschneider (VDE), Abisolierzange und Spitzzange (VDE). Die Griffisolierung muss immer intakt und unbeschädigt sein – niemals beschädigte Zangen bei Elektroarbeiten verwenden.
Lohnt sich ein Zangenset oder lieber Einzelkauf?
Für Einsteiger und Heimwerker lohnt sich ein Zangenset fast immer – du bekommst die wichtigsten Typen günstiger als beim Einzelkauf und oft inklusive Koffer oder Tasche. Profis und Vielnutzer greifen lieber zu hochwertigen Einzelzangen von Knipex oder Gedore, da die Qualität in Sets manchmal kompromissbehaftet ist.
Wie pflege ich Zangen richtig?
Nach jedem Gebrauch reinigen, das Gelenk regelmäßig mit einem Tropfen Maschinenöl schmieren und trocken lagern. Stumpfe Schneiden können beim Fachmann nachgeschliffen werden. Beschädigte Griffisolierungen bei Elektrozangen sofort ersetzen. Bei richtiger Pflege halten hochwertige Zangen von Knipex oder Gedore Jahrzehnte.
🤖 Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Geschrieben vom werkzeugkasten24-Team
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